Programm
Dem Leiden, Sterben und Überleben eine Stimme geben
Die Verleihung des Giesbert-Lewins-Preis an Margret Müller
Werner (+ 2025) und Margret Müller aus Köln haben bereits zugehört, als nur wenige zuhören wollten. Sie haben den Überlebenden des Holocaust insbesondere in der Ukraine und in Polen eine Stimme gegeben und ihre Geschichten dokumentiert Ihre Arbeit begann in einer Zeit, in der diese Arbeit alles andere als einfach war – kaum jemand in Deutschland hatte sich zuvor mit den Gräueln der Nationalsozialisten und ihrer Helfer in Polen und der Ukraine – geschweige denn mit den Opfern der Gewalt – beschäftigt, der Kalte Krieg erschwerte grenzüberschreitendes Engagement und Kontakte massiv. Das Ehepaar Müller besuchte unzählige Male Polen und die Ukraine, führte Interviews mit Überlebenden der Vernichtungspolitik der Nazis, korrespondierte und sammelte Dokumente. Vertrauen entstand. Freundschaften entstanden. Die Bereitschaft und die Selbstverpflichtung, Verantwortung übernehmen zu wollen, blieb beständig. Zu dem 2019 erschienenen, über 1100 Seiten umfassenden Buch „Leben und Tod in der Epoche des Holocausts in der Ukraine“ bemerkt Wolfgang Benz, ehem. Leiter des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung, beeindruckt: „Das Buch ist in seiner Monumentalität nur mit Claude Lanzmanns Film "Shoah" zu vergleichen“
Margret Müller wird in diesem Jahr die Giesbert-Lewins-Medaille durch die Kölnische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit überreicht.
Mi, 14.10. 19-21 (2 UStd)
Dieser Kurs ist kostenlos.
Wir danken aber für die Anmeldung.
Nr. 1218B
Käthe Kollwitz Museum Köln / Neumarkt 18-24 / Neumarkt Passage
Anmeldung erforderlich.
Anmeldung