Programm

„Boris Vian spielte mit dem Leben“

Kultautor, Lyriker - ein Leben voll Phantasie und Jazz

Boris Vian (1920-1959) wurde nur 39 Jahre alt und hat doch ein reiches Oeuvre hinterlassen mit Gedichten, Erzählungen, Romanen, Theaterstücken, Opernlibretti und fast 500 Chansons, zu deren Interpreten Juliette Gréco oder Joan Baez gehörten. Auch als Übersetzer, Schauspieler und als Jazztrompeter wurde er bekannt. Er gehörte im Paris der Nachkriegsjahre zu einer der anziehendsten Gestalten der Existentialisten um Sarte, de Beauvoir und Camus. Das Wichtigste war ihm aber die Liebe. In seinen Texten „beantwortet“ er grundlegende Lebensfragen zu Sex und Liebe, und manche dieser Varianten wurden zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht. Ein Roman wurde als „eine der ergreifendsten Liebesgeschichten der Gegenwart“ eingeschätzt. Eine unbändige Fabulierkunst, spottgeladener Zorn auf uniformierte und zivile Autoritäten und anarchistischer Furor bilden die giftigen Ingredienzien und den Sprengstoff seiner Prosa, mit dem er gegen steriles, überperktioniertes Dasein rebelliert, aus dem Sinnlichkeit, Phantasie und Schönheit verdrängt sind. Sein Werk, zu Lebzeiten nahezu unbekannt, erfuhr nach seinem frühen Tod wachsende Verbreitung und Anerkennung und er gilt heute als heimlicher Kultautor.
 
Den Lyrikabend begleitet Thomas Frerichs am Klavier.

Thomas Frerichs Gisela B. Adam

Mi, 26.04. 18-21 (4 UStd)

Dieser Kurs kostet 14,00€.
Nr. 6114F

Kartäuserwall

Melanchthon-Akademie

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