Programm

Drei „Humanistische Abende“ anlässlich des 500. Todestags von Johannes Reuchlin - ONLINE

Gesamtreihe

"Das Schicksal der Juden in Deutschland", schreibt Max Brod, bekannt als Herausgeber und freundschaftlicher Interpret Franz Kafkas, "stand damals auf des Messers Schneide. …
Das stand es ja eigentlich fast immer." Brod schreibt diesen sarkastischen Satz allerdings im Blick auf den ersten und wichtigsten Humanisten Europas und Deutschlands, (Johannes Reuchlin), dessen 500. Todestag sich in diesem Sommer jährt. Reuchlin hat nicht nur im akademischen Sinn die christliche Judaistik begründet, sondern auch eine entscheidende Rolle im sogenannten Dunkelmänner-Streit gespielt, bei dem es um das Recht der Bewahrung jüdischer Schriften ging. Ein Kölner Konvertit hat zuvor äußerst öffentlichkeitswirksam antisemitische Hetzschriften veröffentlicht, die die Vernichtung jüdischer Bücher gefordert und organisiert hatte.
 
Wir laden an den „Humanistischen Abenden“ zu einer Bildungsreise ein, um Johannes Reuchlins Wirken besser zu verstehen – und damit auch Philipp Melanchthons theologischen Ort, denn dieser stand als Neffe Reuchlins schon als junger Mensch unter seiner menschlichen und geistigen Obhut.   
 
Veranstaltung 1:  
Der Pfefferkorn-Reuchlin-Streit und die Dominikaner in Köln.  Antijudaismus zwischen Scholastik und Humanismus am 30.08.22 - MAK 1252B1  
 
Veranstaltung 2:  
Josel von Rosheim und seine Biografin Selma Sternam  am 31.08.22 - MAK 1252B2  
 
Veranstaltung 3:  
Johannes Reuchlin und sein Weg von der jüdischen zur christlichen Kabbala am 02.11.22 - MAK 1252B3

Prof. Matthias Morgenstern Pater Elias H Füllenbach OP Dr. Marina Sassenberg

Di., 30.08, Mi., 31.08. u. Mi., 02.11.22


Nr. 1252B

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Melanchthon-Akademie

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