Programm

Synagoge – Kirche – Tempel

Erinnerung, Verdrängung und Vergegenwärtigung in christlichen Sakralbauten

Nach der Ausweisung der Juden aus Köln wird die Synagoge 1425 zur Ratskapelle umgebaut und erhält den Namen „St. Maria in Jerusalem“. Stefan Lochners Altarbild der Stadtpatrone in dieser Kapelle steht heute im Dom. In ihm erscheint der Vorhang des Tempels angesichts der Geburt des Messias Jesus demonstrativ aufgerissen. Ist diese Kölner Geschichte von Verdrängung, Vereinnahmung und Entwertung beispielhaft für das Verhältnis christlicher Sakralbauten zum Judentum? Welche Raumkonzepte der Erinnerung, Vergegenwärtigung und Verdrängung lassen sich in historischen Kirchbauten, aber auch im zeitgenössischen Kirch- und Sakralbau aufspüren und dekonstruieren? Helfen die Ergebnisse im Dialog von Juden und Christen, um ihre Unterschieden- und Verbundenheit angemessen im liturgischen Raum zu gestalten? Kooperation mit Kölnischer Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Karl-Rahner-Akademie, Kath. Bildungswerk Köln und dem Stadtdekanat.

Rafi Rothenberg Prof. Dr. Albert Gerhards

Do, 17.11. 18-21h

Dieser Kurs kostet 10,00€.
Nr. 1207B

Karl Rahner Akademie, Jabachstr. 4-8

Melanchthon-Akademie

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